An einem Sonntag in Paris

Paris wäre ein Traum, haben sie gesagt. Die Stadt sprühe nur so vor urbanem Flair und gefühlsseliger Atmosphäre, haben sie gesagt. Doch der Besuch in der französischen Hauptstadt wurde für ein Ehepaar aus der Oberpfalz zu einem grotesken Reinfall.

Der Schein trügt: eigentlich gibt es viel mehr Menschen in Paris.
Der Schein trügt: eigentlich gibt es viel mehr Menschen in Paris.

Am gestrigen Sonntag wollte Jean-Claude Geißinger in Paris lediglich mit seiner extra übers Wochenende angereisten Frau Sabine den Abschluss seiner sechswöchigen Montage in Nordfrankreich feiern. Doch was die beiden in der Stadt der Liebe erwartete, war alles andere als feierlich. „Mia wolltn praktisch bloß an Kaffee dringa gay. Amoi zum Eiffelturm iwe spoziern, a Selfie mocha, wahrscheins den Lufre a weng oschaua“, erzählt uns der Mechatroniker ratlos. Doch im Stadtkern war kein Durchkommen. Menschenmassen strömten in Richtung Zentrum, legten den Verkehr lahm und selbst per pedes war ein Fortschritt quasi unmöglich.

„I woaß niad, wos dou los woar. Mia hamma uns jo a niad verständigen kenna. Vo dene Franzosn redt ja a fast koana englisch. Und nachad verstayst es eh niad. Wahrscheins hats a Freibier gem. Oda Freifroschschenkel“, grunzt Geißinger.

Der - eigentlich als romantischer Städtetrip geplante - Kurzbesuch in der französischen Hauptstadt war für die Geißingers dadurch leider eine herbe Enttäuschung. Geknickt reisten die beiden noch am selben Abend wieder ab.

„Na, dou kumma nimma hi. Am Sunntoch setz ma uns way jede Woch zum Luitschi nei und no saffma unsern Kaputschino gmiatlich mit Leyd, day wou uns a verstenga,“ versichert uns der aufgewühlte Hohenloher.

Die Erlebnisse des vergangenen Tages möchte er am liebsten einfach nur vergessen.

 


Bild: Unknown, Public domain, via Wikimedia Commons

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Kommentare: 1
  • #1

    Luber Maxi (Samstag, 31 Januar 2015 17:44)

    Warum sprechen die da kein bayrisch? Seit wann gehört des nicht mehr zu Deutschland?