Baugenehmigung erteilt: Kramersdorfer Moschee erhält neues Minarett

Lange haderte man im Gemeinderat mit dem Vorschlag, doch jetzt wurde grünes Licht gegeben. Die Moschee in Kramersdorf erhält ein Minarett. Die Ausschreibung zur Verwirklichung des ungewöhnlichen Projekts gewann das Architektenbüro Schmidtbauer&Schmidtbauer.

Die zündende Idee hatten sie allerdings in der Kantine: die Gebrüder Schmidtbauer bei der Arbeit
Die zündende Idee hatten sie allerdings in der Kantine: die Gebrüder Schmidtbauer bei der Arbeit

  „I woid einfach blous nu Ham“, war eine der ersten Stimmen nach der 14-stündigen Sitzung im Kramersdorfer Gemeinderat am vergangenen Dienstag. Die Sitzungsmitglieder haben damit eine monatelange Prozedur des Debattierens zu Ende gebracht. Die für Oberpfälzer Verhältnisse mit 20 Personen große muslimische Gemeinde in Kramersdorf wollte endlich ein Wahrzeichen ihrer Religion im Ort ihr Eigen nennen dürfen. Diesem Wunsch beugten sich nun Kreisheimatpfleger Stieglmayer Konrad (CSU) und Gemeinderatsvorsitzender sowie Vorstand im Kramersdorfer Kirwaverein Mutzbauer Stefan (CSU). Jedoch wurden im Zusammenhang mit dem Bau gewisse Auflagen in den Vertrag aufgenommen. 

Ein wichtiger Bestandteil war die im Vorfeld stattfindende Ausschreibung für das Design des Minaretts. Gewonnen haben am Ende die Gebrüder Schmidtbauer&Schmidtbauer, die ihren Entwurf am überzeugendsten präsentieren konnten. Neben der Moschee wird nun das Minarett in strahlendem Weiß mit einzelnen grünen Punkten und in einer leicht gebogenen Form entstehen. Dazu schließen Ober- und Unterseite untypischerweise rund ab, was insgesamt mit dem körnigen Hellbraun des Nebenhauses harmonieren wird. Den Bau selbst wird das Bauunternehmen Schwarzfischer aus Hohenlohe realisieren, das schon in der Vergangenheit Großprojekte dieser Art souverän umgesetzt hat. „Bists eich umschaugts, steyd de Weißwurscht“, kommentierte Unternehmensleiter Schwarzfischer Georg zuversichtlich. 

Kramersdorf quo vadis? Das fragen jetzt natürlich einige Bewohner des beschaulichen Ortes, die gar nicht wissen, was dieser Satz bedeutet. Den Stürmer des örtlichen Fußballvereins Türk Gücü Kramersdorf Mehmet Külakhu freuts. Er sieht in dem Bau den integrativen Schritt der Gemeinde, der schon lange fällig war. Tatsächlich ist ein derartiges Vorhaben wie in Kramersdorf in der Oberpfalz bislang nicht unternommen worden. „Dey meyn wecka“ oder „Assegschmissn kern sa se“ sind stattdessen Sprüche die gerne gegen solchen Ideen skandiert werden.

Im Grunde hat der Bauausschuss jedoch den Grundstein für Kramersdorf als integrative Mustergemeinde gelegt. Wirtschaftsexperten wie Prof. Dr. Dr. Stachelhuber Günther von der FH Bichsnbergl i.d.Opf. sehen sogar neue unternehmerische Perspektiven in dem Bau. So könnten sich in Kramersdorf bald neben neuen Schnellimbiss-Lokalitäten auch Geschäfte für Mobilfunkzubehör oder Händler im Second Hand Car Selling Business ansiedeln. Damit würde auch die Kaufkraft im eher verschlafenen Örtchen wieder angekurbelt werden. Es bleibt letzten Endes abzuwarten wie sich die Lage in Kramersdorf weiterentwickelt. Im Vordergrund steht zunächst der Bau des Minaretts, der oberste Priorität hat. Der Oberpfalz Anzeiger sagt: „Schau mer mal, dann seng ma scho!“

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Kommentare: 1
  • #1

    shahdt Al chari (Samstag, 24 Januar 2015 08:12)

    الله هو الله عظيم هو قوي وسوف يأتي على الغرب وتدمير كل الكفار! المنافقين. سوف مجتمعنا حكم على مدى لكم. هذا المسجد هو مجرد بداية! الإسلام هو مثل الجراد على الأرض.