Angst vor Anschlägen: Zweiter POGIDA Marsch in Hohenlohe abgesagt

In ganz Deutschland dominierte am vergangenen Montag die Angst vor dem Terror. Aus Furcht vor islamistisch motivierten Attentaten sahen sich letztlich auch die Patriotischen Oberpfälzer Gegen die Islamisierung des Abendlandes (POGIDA) gezwungen, ihren zweiten Abendspaziergang in Hohenlohe am Montagabend kurzfristig abzusagen.   

Daheim ist's doch am schönsten: Im Angesicht des Terrors zogen sich die Anhänger der POGIDA ins Gasthaus Ziegler zurück.
Daheim ist's doch am schönsten: Im Angesicht des Terrors zogen sich die Anhänger der POGIDA ins Gasthaus Ziegler zurück.

Man wolle die ohnehin schon genug besorgten Bürger unter keinen Umständen einer solchen Gefahr aussetzen, berichtet uns Mitinitiator Anton Ziegler mit ernster Miene und ergänzt: „assadem woas in da Stubn grod so gmaytlich.“
Dort, wo der Wirt letzte Woche noch die hungrigen Spaziergänger nach dem kräftezehrenden Marsch mit gratis Bratwürsten verpflegte, verschanzte man sich also schon am frühen Abend und erörterte unter verschärften Sicherheitsmaßnahmen die weitere Vorgehensweise. Die Tür zum Bräustüberl wurde von innen verschlossen - hinein gelangte man nur durch ein intern vereinbartes Klopfzeichen.

 

Gemeinderat Heribert Leingschwendtner (CSU) bestätigte nach Verlassen des abgeschirmten Gasthauses, dass man sich in einer extra anberaumten außerordentlichen Sondersitzung am Nachmittag im Rathaus bewusst gegen den Weg der Stadt Dresden entschieden hatte und das Versammlungsrecht keineswegs einschränken wollte: „In der Zone kann man solche Spirenzchen vielleicht einfach so machen, aber bei uns im Freistaat fangen wir mit sowas gar nicht erst an!“ erklärt uns Leingschwendtner und besinnt sich auf traditionelle Werte: „Wo kommen wir denn hin, wenn man in Bayern nicht mehr gegen die Ausländer und des ganze Gschwerl hetzen darf, wann und wo man möchte?“ sagt er mit zitternder Stimme und klammert sich an seinen Rosenkranz.

Die Entscheidung gegen einen erneuten Marsch lag also einzig und allein beim Organisationsteam – und Anton Ziegler fühlte sich am späten Abend in dieser seiner Entscheidung bestärkt: „No frale! Sehts ja, dass koam was bassiert is heind. Guad, da Saller Rudi hod scho an gscheidn Rausch beianand, owa des ghert dazou in da Politik! Mir lassn uns vo dene Krawallbrayda niad untagrayng“ lallt er stolz und verbucht den gelungenen Abend erneut als „Sieg gegen den Terror“.

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Kommentare: 5
  • #1

    Mr. x (Mittwoch, 21 Januar 2015 16:27)

    Ich weiß nicht? Klopfzeichen, verschanzen und das in einem bayerischen Wirtshaus am land? Irgendwie kommt einen das doch bekannt vor? Dann noch die die Aussage von leingschwendtner, in dem er muslimische Mitbürger als gschwertl beschimpft und zur hetze aufruft. Das klingt alles nach den frühen anfängen des diktatorischen österreichischer. Gefährlich sag ich nur, sehr gefährlich......

  • #2

    Dirk (Donnerstag, 22 Januar 2015 11:25)

    Ignoranti quem portum petat nullus suus ventus est

  • #3

    Bernd a. (Donnerstag, 22 Januar 2015 11:49)

    Mir persönlich ist die Bewegung a bisserl zu politisch. I her bloß protestiern, hetzen und ausgrenzen.
    Wo San die alten Werte, die gerade beim Ziegler jahrhundertelang ganz groß geschrieben wurden wie Pfosten, fetzen und ausexen?? Ich vermiss die guade oide Zeit

  • #4

    shahdt Al chari (Samstag, 24 Januar 2015 08:23)

    كنت مخبأة فقط، والله كل واحد منكم تجد الكفار والقاضي. نحن توغلت مع زيت مليون دينا في سياستكم. فإنه لا يزال يعتقد الإسلام هو قابلة للإبطال. قريبا هو الآن حيث ziegler هو تنشأ مسجد جديد!

  • #5

    Herrman Köring (Dienstag, 14 Juli 2015 13:11)

    shahdt Al chari halt dei fotzn du heydlbrumma, des mistscheissvolk vo eich hobe nu nie gmecht, islam glumpzeich, dey hom alle oan an da waffl, mir dad ja niemals eifalln beim betn mim koopf gechad mauer zu rumpln, stellts eich vor dau stayd a nogl assa....