Unterreidlrieder Feuerwehr unter neuer Flagge

Am vergangenen Wochenende hat die Freiwillige Feuerwehr Unterreidlried ihre neue Feuerwehrfahne geweiht. Im Anschluss an den Gottesdienst, wurde das neue Wahrzeichen des Feuerwehrhauses feierlich an seinen Bestimmungsort gebracht. Dort hielt die freiwillige Feuerwehr schließlich noch eine Festivität zur Ehren dieses besonderen Tages ab.

Fahnenabordnung mit Rückseite der Feuerwehrfahne der FFW Unterreidlried.
Fahnenabordnung mit Rückseite der Feuerwehrfahne der FFW Unterreidlried.

Das Bayerische Wappen mit dem Oberpfälzer Löwen und dem Heiligen Florian auf Rot-Weißem Untergrund. So wurde das Muster des neuen Stolzes von Unterreidlried gewählt. Schon Wochen im Voraus haben sich Feuerwehrhauptmann Kraftbaum Günther und Pfarrer Gottlob über die Organisation dieses wichtigen Tages gekümmert. Denn dieses neue Banner ist neben seiner Funkti-on als prächtiger Repräsentant des prosperierenden Unterreidlried natürlich auch eine Kampfansage an den benachbarten Ort Oberreidlried. „Dey wern bleyd schaun, des kinnts ma glam“, bekräftigte Kraftbaum.

Der große Tag war also am vergangenen Wochenende gekommen. Zur Mittagszeit rief die Kirchenglocke alle Unterreidlrieder in das hiesige Gotteshaus St. Nepumuk. In seiner Predigt rief Pfarrer Gottlob abermals den Heiligen Florian an „Oh heiliger Florian, verschon Unterreidlried, zünd‘ Oberreidlried an.“ Nach der Weihe und Segnung des Banners, trug eine Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr Unterreidlried ihren ganzen Stolz schließlich in das gegenüberliegende Kulturzentrum – auch bekannt als das Feuerwehrhaus.

 

Die anschließende Festivität wurde nach Angaben der Organisatoren von allen 532 Unterreidlrieder Einwohnern besucht. Auch kamen aus dem näheren Umkreis zahlreiche Gäste. „Etz wird o’zapft“, rief der Trainer des Unterreidlrieder Sportvereins Herzog Christian nach der Ankunft der Trägerabordnung im für 5000 Mann ausgelegten Bierzelt. Zusammen mit Kapitän Eberl Mario stach der Routinier das 100-Liter-Fass mit einem gezielten Schlag an. Damit war das Fest eröffnet und die knapp kalkulierten 30 Hektoliter Bier verzehrbereit.

 

Zur Unterhaltung spielte zusätzlich noch die Musikkapelle „D’Schwungfotzn“ und Organisator Kraftbaum resümierte:„Heind laafts, so muaß sa!“ Bis in die späten Stunden vollzog sich die ausgelassene Feier der Feuerwehr. Auch die zehn Mann starke Nachtwache um das neue Banner konnte das 2500€ teure Prunkstück tadellos schützen. Lediglich Feuerwehrkamerad Ebernleitner Georg beging einen Fauxpas. Mit einem verstimmten Magen – offensichtlich war das letzte Bier schlecht – konnte er nicht an sich halten und übergab sich auf dem Abort. Als er sich dann aber erdreistete den Mund an der neuen Fahne abzuwischen, wurde er noch im letzten Moment von seinem Kameraden Schwandner Friedrich gestoppt. Nichtsdestotrotz wird der Übeltäter mit einer saftigen Strafe von 20€ und einer Kiste frischem Bier zur Rechenschaft gezogen werden.

Unterm Strich kann den Unterreidlriedern nur ein Lob für diesen Tag ausgesprochen werden.

Mit einer tadellosen Organisation und einer würdevollen Veranstaltung, hat der Ort abermals bewie-sen, dass Bier und Blaulicht untrennbar zusammengehören.

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